Stephan Szasz.

1974 in Vilshofen geboren.

Ausbildung zum Kirchenmaler/Restaurator, seit 2011 freischaffender Künstler, lebt und arbeitet in Regensburg und Vilshofen.

Einzelausstellungen (Auswahl)

2011 „Industrielandschaften“ Stadtgalerie Vilshofen

2014 „Ausser Betrieb“ Galerie Halle II Straubing

2016 "Position R 5" Städtische Galerie Leerer Beutel,Regensburg

2016  Via-Regia Stipendium auf Schloss Königshain/Görlitz, Ausstellung und Artist in Residence.

2016 "Ausser Betrieb" Kunstverein Landshut

2016 DEPO

2015 Pilsen, Tschechische Republik

2017 „Nur für Personal“ Galerie Art Affair, Regensburg

2018 Galerie FotoGrafic, Prag

2019 Museum Modern Art Hünfeld

2020 Art Karlsruhe

Stefan Bircheneders Arbeiten reihen sich in die kunsthistorische Tradition des Industriegemäldes ein. „Auf Grundlage der traditionellen Sujets mit Landschafts- und Interieurdarstellungen kristallisiert sich das Industriegemälde im 19. Jahrhundert als eigener Gemäldetypus heraus, dessen Bilder als Reflex auf die Veränderung von Umwelt und Gesellschaftsgefüge in Folge der Industrialisierung gelten können“.
 
Obwohl seine Werke in der Komposition präzise gearbeitet sind, verweigert sich der Künstler dem Begriff des Fotorealismus.Der Fotorealismus zelebriert die Perfektion, während Bircheneders Werke uns daran erinnern, dass nichts von Menschenhand Geschaffene unbeschadet für immer währt und diese Demut die Motive mit einer weiteren Bedeutungsebene auflädt. „Ich selber bin auf der Suche nach dem Genius Loci, also dem Geist und der Aura des Ortes. All die Geschichten und Schicksale oder die Arbeiter selber sind zwar nicht zu sehen, laden diesen Ort aber auf. Bei der Umsetzung in die Malerei geht es folglich nicht nur um die technisch richtige Darstellung, sondern um die Transferierung dieses Geistes für den Betrachter“.
 
Bircheneders Motive zeigen Produktionsstätten, die sich durch Automatisierung und Modernisierung verändert haben, filtert diese Impression allerdings durch seinen malerischen Pinselstrich. Seine Malerei spürt der Seele der Gebäude nach, wollen wissen, welche Umstände dazu beitrugen, dass aus einer belebten Arbeitsstätte eine trostlose Ruine wurde. 

Die Werke von Stefan Bircheneder zeigen uns, was von den Fortschrittsgebäuden übriggeblieben ist, wenn sie vom progressiveren Wandel der Zeit eingeholt werden. Es sind stille unaufgeregte Blicke in verfallene Produktionsstätten, Lagerräume, alte Industrieorte, die wie aus der Zeit gefallen scheinen. Seine Arbeiten sind aber nicht bloße Dokumentationen eines Verfallszustandes, sondern gehen tiefer. Sie erzählen von einem Umbruch am Ende des 20. Jahrhunderts, der durch die Stahlkrise eingeleitet und mit der Technologisierung verfestigt wurde. In Bircheneders Ästhetik des Postindustriellen Wandels finden sich interessante Parallelen zur deutschen Romantik, insbesondere zu Werken von Caspar David Friedrich. Dieser malte immer wieder Kirchenruinen, während Bircheneder sich auf Fabrikruinen konzentriert, beide teilen aber, dass sie ihre Stimmungslandschaften fast schon mystisch aufladen und durch die Orte Rückschlüsse zu Menschen ziehen.

(gekürzter Text von Anabel Roque Rodriguez)
Weitere Künstler

Selected Exhibitions

2017 Irrealisme. Galeria Contrast, Barcelona
2017 Volta Basel
2017 Scope Basel
2017 Art Karlsruhe
2017 The London Art Fair
2016 Context | Art Miami
2016 Art Fair, Cologne
2016 Breakfast. Knight Webb Gallery, London
2016 Code Art Fair, Copenhagen
2016 Scope Basel
2016 London Art Fair Islington, London
2015 Context | Art Miami
2015 Knight Webb Gallery, London
2014 Galerie Irrgang Berlin
2014 Knight Webb Gallery, London
2014 Aqua Art Miami
2014 BLOOOM Köln
2013 Aqua Art Miami
2013 BLOOOM Köln
2013 Affordable Art Fair; London
2013 Knight Webb Gallery, London
2012 BLOOOM Köln
2012 Affordable Art Fair, New York
2012 Kunst Kompakt 10, Gladbeck
2012 Woodward Gallery, New York
2011 Galerie Irrgang, Leipzig
2011 Woodward Gallery, New York
2011 Berliner Liste
2010 Berliner Liste
2010 Artfair Line Art Gent; galerie in-art  
2009 Berliner Liste
2009 C.A.R. contemporary art ruhr
2008 Galerie meisterschüler Berlin
2008 Foundation of Produzentengalerie Juliane Hundertmark in Berlin
2007 ART-Center, Berlin
2006 Städtische Galerie Braunschweig
2006 Künstlerhaus Bethanien, Berlin
2004 young art, Kunstpark, München
2005 Galerie im Pixeltower, Berlin
2004 Galerie ‘am Storchenturm’, Berlin
2002 Galerie acud, Berlin
2002 Kunstverein Hof
2001 Kunstverein Plauen
1998 Kunstverein Hof
1998 Kunstverein Bayreuth
1997 Hypogalerie, Munich
1995 "Mahnmal" Synagoge Kronach
1994 Symposium für Malerei Kronach Awards
2004 Preis des Kunstvereins Bayreuth für junge Kunst
2000 Preis der Messe für junge Kunst Leipzig
2000 Großer Preis der Sparkassen-Stiftung für junge Kunst Nürnberg
1994 erster Preis im Designwettbewerb Dall opera in München
weitere künstler

Ordnung.zerstört.Kunst.

E. Heissing - Kunstgalerie

Mengstraße 52
23552 Lübeck

Tel: +49 451 77696
Galerie Berlin

Auguststraße 22
10117 Berlin

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